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  Die HuK zur Auseinandersetzung um "Marburg"  

[Letzte Aktualisierung: 01.12.2009 ]

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Aktuelle Themen

Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V.

Die HuK zur Auseinandersetzung um den Kongress der "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge", Marburg 2009

Positionspapier des HuK-Vorstands zur Debatte um den umstrittenen Therapie- und Seelsorge-Kongress in Marburg

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche tritt seit 1977 gemeinsam mit weiteren, sehr unterschiedlichen Gruppen, für die volle Anerkennung von Lesben und Schwulen in Kirche und Gesellschaft ein. Das verbindet uns mit schwullesbischen Gruppen. Mit Kirchengemeinden, kirchlichen Gruppen und der Kirche von unten teilen wir gelebten Glauben, Gottesdienste und unsere theologische Arbeit.

Dass die Debatte um den Evangelikalen-Kongress in den letzten Tagen zum heftigen Schlagabtausch wurde, hat uns erstaunt. Der Konflikt, der hier ausgetragen wird, darf nur fair ausgetragen werden!

  1. Das Recht auf freie Meinungsäußerung findet seine Grenze da, wo verletzt wird. Wer mit harten Bandagen kämpft, verliert das Gespür für die Verletzungen anderer. Wir fordern, dass Christen ihre lesbischen und schwulen Mitmenschen ebenso respektieren wie umgekehrt.
  2. Die Veranstalter des APS-Kongresses haben die Chance vertan, klar Position zu beziehen und ein Zeichen für die volle Akzeptanz von Lesben und Schwulen zu setzen. Sie müssen damit leben, dass ihr Verständnis von Wissenschaftlichkeit hinterfragt wird – zumal sie selbst ihren Kongress in öffentlichen Gebäuden abhalten.
  3. „Die Gewaltlosen werden das Land erben“, so heißt es sinngemäß im Matthäusevangelium. Unsere Stärke als AG Homosexuelle und Kirche heißt KOMMUNIKATION. Für unsere Mitglieder sind theologische Arbeit und politisches Handeln untrennbar miteinander verbunden.
  4. Vielfalt ist ein Gewinn für Kirche und Gesellschaft! Wir fordern die Kirchen als Ganzes, aber auch die evangelikale Bewegung auf, den echten Dialog mit lesbischen Frauen und schwulen Männern zu suchen. Ein solcher Dialog bereichert die Kirchen und ist Teil einer demokratischen Gesellschaft, in der Christinnen und Christen ebenso wie viele andere ihre Überzeugung einbringen. Wir wollen die Akzeptanz für Lesben und Schwule, und zwar nicht in seelsorgerlichen oder therapeutischen Hinterzimmern, sondern öffentlich.

24. Mai 2009

Weil die Diskussion zu dem APS-Kongress in Marburg überwiegend unter den Schlagworten "Identität / Konversionstherapie / Homosexualität" geführt wurde, wurde das Positionspapier des HuK-Vorstands in der Abteilung "Aktuelle Themen", Rubrik "Umpolung/Konversionstherapien", eingeordnet.