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Die Frage nach der Kirche |
[Letzte Aktualisierung: 15.05.2007] |
Immer wieder einmal werden wir aus der, im allgemeinen eher kirchenfernen, "Szene" gefragt, warum wir denn trotz mancher schlechter Erfahrungen mit "Kirche" noch Mitglieder einer Kirche sind. Dies trifft für die meisten HuK-Mitglieder zu, wenn auch nicht für alle: Viele sind nach wie vor Glieder der Kirche, in der sie aufgewachsen sind, andere sind in eine andere Kirche übergetreten, andere sind einfach aus ihrer alten Kirche ausgetreten, ohne dass sie sich damit vom christlichen Glauben entfernen wollten. Für Mitgliedschaft in der HuK ist weder das eine noch das andere Bedingung. Die folgenden Texte dokumentieren einige Gründe für die erste, die vermutlich zahlenmäßig größte Gruppe.
"Warum wir noch in der Kirche sind"
Lesben und Schwule
(HuK-Beratungsgruppe 2004)
"Warum soll ich mich einem Klub anschließen, der mich nicht mag?"
In einem Web-Tagebuch (Weblog) von Integrity antwortete Louie Crew (Gründer von Integrity, seine persoenliche Home Page: http://andromeda.rutgers.edu/~lcrew/) auf die Frage / die Bemerkung
Ich stimme da voll zu, Pfarrer ..., LGBTs (lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender) sind Gottes Kinder. [Aber:] Keine Rechte, keine [Segnungs-]Riten, keine ernsthafte Mitgliedschaft im Klub. Warum soll ich mich einem Klub anschliessen, der mich nicht haben will?
mit der folgenden Antwort. Sie mag im Ton ungewohnt feierlich klingen und ist sehr persönlich gesprochen, ist aber sicher ein Nachdenken wert.
Das ist vollkommen sinnvoll, wenn du dich einem Klub anschliesst, um dort bedient zu werden, wie man es von einem Klub erwartet. Aber: Die Kirche ist kein Klub, sondern der Leib Christi. Dort sind wir nicht, um bedient zu werden, sondern um zu dienen. Wir kommen nicht auf Einladung derer, die dort gegenwärtig das Sagen haben, sondern auf Einladung des Herrn des Festes. Wenn wir nicht auftauchen, wird die Kirche nicht die Kirche sein.
Wenn du von der Kirche bedient und respektiert werden willst, dann such' dir eine aus, und finde eine Konfession, eine Kirche und eine Gemeinde, die am weitesten in dieser Richtung fortgeschritten ist. Freu' dich, wenn du dabei Erfolg hast. Sei dankbar denen gegenüber, die vor dir kamen und daran gearbeitet haben, die Kirche zu einem sicheren und nährenden Platz zu machen; glaube mir, keine einzige Kirche ist immer so gewesen. Wenn du angekommen bist, widme deine volle Energie der Aufgabe, sie sicher zu machen fuer die, die noch nicht willkommen sind; schau dich um und du wirst sehen, wer noch fehlt. Gehe herus und finde sie. Riskiere dein eigenes Willkommen-Sein, um sie sich willkommen fühlen zu lassen.
Oder wenn du dazu berufen bist, finde die Kirche, die dich nicht willkommen heißt. Bringe die opfernde Liebe Christi zu ihnen, nicht um Gottes Segen zu empfangen - du hast ihn ja schon empfangen. Sage ihnen diese Wahrheit, zur Zeit und zur Unzeit, während du deine Gaben verfügbar machst, um unter ihnen zu dienen. Ich versichere dir, dass dein Ölkrug nicht trocken werden wird, dass du nie so viel geben wirst wie du empfängst - obwohl du es versuchen musst. Liebe deine Feinde. Tue Gutes denen, die dich mißbrauchen und fälschlicherweise alles Schlechte über dich sagen, um deines Glaubens willen. Freue dich und sei überglücklich.
Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, halleluja!
Lutibelle/Louie
Quelle: http://andromeda.rutgers.edu/~lcrew/natter/msg00045.html, Übersetzung: Reinhold Weicker