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Enttäuschung über Papstwahl |
[Letzte Aktualisierung: 01.12.2009] |
Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche reagiert mit Bedauern auf die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum neuen Papst. Als Präfekt der Glaubenskongregation war er für viele Verlautbarungen aus Rom verantwortlich, mit denen jegliche Reformen abgelehnt wurden.
Von Ratzinger ist zu erwarten, dass er den konservativen Kurs seines Vorgängers weiterverfolgen wird. Die Betonung der Rechtgläubigkeit und seine Absage an "den Zeitgeist" in der Predigt im Eröffnungsgottesdienst des Wahlkonklaves löscht jede Hoffnung auf eine Öffnung der katholischen Kirche unter dem Pontifikat Benedikt XVI. aus.
Für Homosexuelle in der katholischen Kirche wird es keine Änderung geben. Bereits 1986 mit dem Schreiben der Glaubenskongregation an die Bischöfe zur Fragen der Seelsorge für homosexuelle Menschen wurde ein Verbot der Unterstützung von Gruppen ausgesprochen, die positiv für Homosexuelle eintreten. Dieser Linie wird Ratzinger wohl treu bleiben. So ruht die Hoffnung allein auf die Lebendigkeit in den Gemeinden an der Kirchenbasis, in denen an den römischen Verlautbarungen vorbei viele Änderungen möglich sind
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