Podium „500 Jahre später – Homosexualität aus gesellschaftspolitischer/soziologischer Perspektive”

16.02.2017, 19.00 Uhr
Dresden


Veranstaltung

Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden und der AG SchLaU („Schwule und Lesben an der Uni”) beim Studentenrat der Technischen Universität Dresden laden wir Sie herzlich ein zu unseren Veranstaltungen: Anlässlich der Hirschfeld-Tage und des Reformationsjubiläums befassen wir uns näher mit der Entstehung und der Bewertung der überlieferten Denkschemata in Bezug auf Homosexualität. Und wir wollen ihre Folgen bedenken.

Bekannt ist: Der jüdische Glaube grenzte sich ab gegen den Tempelkult der umgebenden Völker mit seiner Prostitution. Die frühe christliche Kirche grenzte sich ab gegen die griechisch-hellenistisch-römische patriarchale Welt, die auch die Knabenliebe als Erziehungsmethode umfasste. Die römisch-katholische Kirche übernahm diese Abgrenzung, sie bezeichnet Homosexualität als ungeordnete Neigung und den homosexuellen Akt als in sich schlecht, kurz: „Handeln contra naturam”. In der Reformation fand Luther aufs Neue die „Freiheit des Christenmenschen”. Warum allerdings nicht für Lesben, Trans* und Schwule? Stimmt es, dass er Homosexualität gleich Lebensstil an der Kurie in Rom setzte – jene verteufelte er, deshalb fiel die Homosexualität gleich mit in diesen Topf? Quasi als Kollateralschaden – mit immensen Auswirkungen bis heute? Wie das im Einzelnen war und wie wir heute damit umgehen, wollen wir in unseren Veranstaltungen bedenken.

Plakat (PDF, 450 kB)

 

Veranstaltungsort

Technischen Universität Dresden
Hörsaalzentrum (4. OG, Raum HSZ 401)
Bergstraße 64
01069 Dresden

 

Anmeldung

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


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