Auch wenn es inzwischen eher wie eine frustrierte Resignation klingt, so haben katholische Lesben und Schwule die unentwegte DemĂŒtigung durch den „Alt-Papst“, wie Radio Vatikan ihn nennt, satt. Er wird in der soeben erschienenen Benedikt-Biografie von Peter Seewald so zitiert: „"Vor hundert Jahren hĂ€tte es noch jedermann fĂŒr absurd gehalten, von homosexueller Ehe zu sprechen. Heute ist gesellschaftlich exkommuniziert, wer sich dem entgegenstellt.“

Michael Wörner, schließt aus beruflichen GrĂŒnden seine Praxis, in der bisher die GeschĂ€ftsstelle der HuK untergebracht war. 
Die GeschÀftsstelle wir weiter von ihm unter folgender Adresse betreut:
 
Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e. V.
Heuchlinger Strasse 16
90482 NĂŒrnberg
 
Aus technischen GrĂŒnden Ă€ndert sich auch die Telefonnummer. 
Ab sofort ist die GeschÀftsstelle unter der Telefonnummer 0911 - 37 67 72 64 zu erreichen.

Gemeinsame Konferenz der Beauftragten fĂŒr LSBTI*Pastoral in den deutschen Diözesen und der katholischen Laienorganisationen fĂŒr LSBIT* tagte in Fulda

„Diejenigen BistĂŒmer, die noch keine Beauftragungen fĂŒr die LSBTI*-Pastoral eingerichtet haben, sollen Mitarbeitende fĂŒr dieses Arbeitsfeld bestellen. Bisher haben elf der 27 deutschen Diözesen1 solche Beauftragungen ausgesprochen.“

Dies ist die Hauptforderung der ersten gemeinsamen Konferenz zweier Arbeitsgemeinschaften, die vom 13. bis 14.MĂ€rz 2020 in Fulda tagte: einerseits die offiziell von ihren BistĂŒmern ernannten Beauftragten fĂŒr LSBTI*-Pastoral und andererseits das Katholische LSBT+Komitee, ein Zusammenschluss von VerbĂ€nden und Vereinigungen fĂŒr LSBTI*-Menschen. Das Treffen fand auf Wunsch von Bischof Dr. Franz-Josef Bode (OsnabrĂŒck) statt, der die Pastoralkommission der deutschen Bischofskonferenz leitet.

Die Herbert Haag Stiftung fĂŒr Freiheit in der Kirche steht im Dienste eines aufgeschlossenen und ökumenisch gesinnten katholischen Glaubens. Sie richtet Anerkennungspreise an Personen und Institutionen im In- und Ausland aus, die sich durch freie MeinungsĂ€ußerung oder mutiges Handeln in der Christenheit exponiert haben.

Der Herbert Haag Preis 2020, mit dem neben der HuK auch drei Einzelpersonen (Pfarrerin Dr. Hedwig Porsch, Dr. Ondrej ProstrednĂ­k und Pierre Stutz) ausgezeichnet werden, stellt die konstruktive Auseinandersetzung mit sexueller Vielfalt ins Zentrum. Den Preis erhalten Menschen, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz zu ihrer gleichgeschlechtlichen Orientierung bekennen bzw. Christinnen und Christen auffordern, dies zu akzeptieren. Die Stiftung setzt sich dafĂŒr ein, dass alle aufgrund ihrer MenschenwĂŒrde voll am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben teilnehmen können.

Die Bildungskongregation des Vatikans hat das Dokument „MĂ€nnlich und weiblich schuf er sie“ veröffentlicht. Sie vertritt damit den Anspruch, einen „Dialog mit der Gendertheorie“ zu fĂŒhren, kommt aber ĂŒber einen hilflosen Monolog mit sich selbst nicht hinaus. GefĂ€hrlich wird diese Borniertheit an der Spitze aller katholischen Bildungseinrichtungen vor allem fĂŒr trans- und intergeschlechtliche Menschen.

Der Vatikan hat erkannt, dass sich in immer mehr LĂ€ndern eine PĂ€dagogik durchsetzt, die die Akzeptanz von Lesben und Schwulen, Bisexuellen, Trans*-Menschen und intergeschlechtlichen Personen zum Ziel hat. Durch diese „PĂ€dagogik der Vielfalt“ sieht die bĂŒrokratische Spitze der katholischen Kirche ihre eigene heteronormative Metaphysik der Familie gefĂ€hrdet und greift daher zur Waffe des „Dialogs“.